Sind Fintiba und Expatrio noch Konkurrenten?
Seit dem 22. Mai 2025 gehören Fintiba und Expatrio zur gleichen Gruppe: die CHAPTERS Group hat Fintiba übernommen (61,8 %) und an Expatrio angelehnt. Konkret:
- Marken, Portale und Tarife bleiben getrennt — Sie eröffnen weiterhin bei Fintiba oder Expatrio, mit den jeweiligen Gebühren.
- Coracle war Ende 2024 von Fintiba übernommen worden; der Dienst bleibt für Neukunden pausiert.
- Der Vergleich lohnt sich weiterhin: Sie vergleichen weiterhin zwei getrennte Kataloge (Tempo, Preis, Leistungen) — die Konsolidierung verschmilzt die Angebote nicht.
Der Vergleich in 30 Sekunden
- Fintiba: 159 € + 9,90 €/Monat ≈ 278 € im ersten Jahr · sehr schnell · gruppierte Krankenversicherung · akzeptiert US-Staatsangehörige nicht (FATCA).
- Expatrio: 119 € + 9 €/Monat ≈ 227 € im ersten Jahr · deutsches Girokonto und Versicherung im „Value Package“ · sehr große Länderabdeckung.
- Studely: 70 € + 4,70 €/Monat ≈ 126 € · gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- BASTI (Care Concept × Sutor Bank): 65 € + 4,90 €/Monat ≈ 124 € · integrierte Versicherung.
- Coracle: seit 2025 pausiert — kaufen Sie nie ein gebrauchtes Coracle-Konto.
- Deutsche Bank: bietet Neuankömmlingen kein Sperrkonto mehr an.
Zur Erinnerung: der gesperrte Betrag (11.904 € oder 13.092 €) sind keine Gebühr — das ist Ihr Geld, das monatlich ausgezahlt wird.
Fintiba: Tempo und App
Fintiba ist der historische Anbieter des Online-Sperrkontos. Stärken: quasi sofortige Sperrbestätigung (besonders bei Kartenzahlung), vollwertige mobile App, gruppierte deutsche Krankenversicherung, mehrsprachiger Support. Kosten: 159 € Eröffnung + 9,90 €/Monat, also ≈ 278 € im ersten Jahr.
Grenzen: der teuerste aktive Anbieter; US-Staatsangehörige sind ausgeschlossen (FATCA-Pflicht); die Monatsgebühren laufen, solange das Konto offen ist. Bei einem eiligen Dossier rechtfertigt das Tempo oft den Unterschied.
Expatrio: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Expatrio bietet ein Value Package, das Sperrkonto, deutsches Girokonto und Versicherung bündelt — praktisch, um alles auf einmal zu erledigen. Kosten: 119 € Eröffnung + 9 €/Monat, also ≈ 227 € im ersten Jahr (Tarife von Juli 2026; prüfen Sie den Tagespreis).
Stärken: niedrigere Gesamtkosten, etablierter Partnerbank, schnelle Online-Eröffnung, sehr große Länderabdeckung. Schwächen: die Eröffnung des zugehörigen Girokontos kann nach der Ankunft einige Tage dauern, der Support ist vor allem auf Englisch/Deutsch.
Studely und BASTI: die günstigen Herausforderer
- Studely: 70 € + 4,70 €/Monat ≈ 126 € im ersten Jahr. Studierenden-Interface, gute französischsprachige Begleitung. Prüfen Sie die Verfügbarkeit für Algerien zum Zeitpunkt der Eröffnung.
- BASTI (Care Concept × Sutor Bank): 65 € + 4,90 €/Monat ≈ 124 €, mit integrierter Krankenversicherung (Care Visa Protect) und einem Puffer von 100 €. Seriöse, weniger bekannte Alternative.
Für knappe Budgets halbieren diese beiden Optionen die Rechnung gegenüber Fintiba — sofern die Botschaft die Sperrbestätigung akzeptiert (immer prüfen).
Worauf es bei der Wahl wirklich ankommt
- Gesamtkosten über 12 Monate: Eröffnung + Monatsgebühren. Die Differenz zwischen Fintiba und Expatrio ≈ 50 €; zwischen Fintiba und BASTI ≈ 150 €.
- Tempo: wenn Ihr Visumtermin nahe ist, ist die schnelle Bestätigung mehr wert als die Ersparnis.
- Versicherung und Girokonto: ein Bündel erspart Einzelschritte bei der Ankunft.
- Rückerstattungsregel: bei Visumablehnung — was bleibt zu zahlen? Vergleichen Sie die Bedingungen vor der Unterschrift.
- Korrechter Betrag: prüfen Sie, dass Ihr Konto auf dem richtigen Niveau liegt (992 €/Monat Studierende, 1.091 €/Monat Chancenkarte/Sprachkurs).
- Support: Sprache, Reaktionszeit, Umgang mit Sperren — wichtig im Problemfall.
Die Fallstricke aller Anbieter
- Überweisung von einem Drittkonto: abgelehnt. Das Geld muss von Ihnen oder einem direkten Elternteil kommen.
- Unerwartete Bankgebühren: überweisen Sie 12.000 bis 12.100 €, um die Gebühren abzudecken und das Minimum zu halten.
- Falscher Betrag: 11.904 € reichen für die Chancenkarte nicht (13.092 €) — ein „Top-up“ ist nötig.
- Zu späte Eröffnung: starten Sie 8 bis 12 Wochen vor dem Visumtermin.
- Visumablehnung: die Eröffnungsgebühren werden nicht erstattet; das Kapital kommt je nach Bedingung zurück (oft minus 20 bis 50 €).
- Falsche „Agenten“: eröffnen Sie nie über einen Vermittler, der versteckte Gebühren verlangt — gehen Sie direkt über die offizielle Website.
| Fintiba | 159 € + 9,90 €/Monat ≈ 278 €/Jahr |
|---|---|
| Expatrio | 119 € + 9 €/Monat ≈ 227 €/Jahr |
| Studely | 70 € + 4,70 €/Monat ≈ 126 €/Jahr |
| BASTI | 65 € + 4,90 €/Monat ≈ 124 €/Jahr |
| Beträge 2026 | 11.904 € (Studierende) · 13.092 € (Chancenkarte) |
| Empfohlener Puffer | 100 bis 200 € (Überweisung ≈ 12.000-12.100 €) |
Offizielle Quellen
- Make it in Germany — portail officiel du gouvernement fédéral
- Auswärtiges Amt — visas et séjour
- BAMF — Office fédéral des migrations et des réfugiés
- Statistisches Bundesamt (Destatis)
Links zu den offiziellen Portalen, die für diese Seite verwendet wurden. Im Zweifel gilt die offizielle Quelle.
Häufige Fragen
Fintiba oder Expatrio: welches ist schneller?
Fintiba gilt als quasi sofort bestätigt (besonders bei Kartenzahlung). Expatrio erteilt die Bestätigung in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Zahlungseingang. Wenn Ihr Termin nahe ist, kann das Tempo den Ausschlag geben.
Kann ich nach der Eröffnung den Anbieter wechseln?
Ja, aber es ist umständlich: ein Konto kündigen und ein neues eröffnen, mit neuen Gebühren und einer neuen Überweisung. Wählen Sie von Anfang an richtig.
Akzeptieren alle Konsulate diese Anbieter?
Fintiba und Expatrio werden sehr weitgehend akzeptiert. Bei Studely und BASTI prüfen Sie die Liste Ihrer Botschaft vor der Eröffnung — das ist die goldene Regel.
Was passiert nach der Ankunft in Deutschland?
Sie aktivieren das Konto (Identitätsprüfung), verbinden ein Girokonto, und die Bank gibt den monatlichen Betrag frei (992 € oder 1.091 €), den Sie frei überweisen und nutzen können, inklusive Miete.
Ist das Sperrkonto für alle Visa Pflicht?
Nein: nicht erforderlich für ein Arbeitsvisum §18a, eine Ausbildung mit Vertrag, den BFD oder den Familiennachzug. Es betrifft vor allem Studium, Sprachkurse und die Chancenkarte.
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